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Die Geschichte der Hellweg-Schule:

>>1873 Gründung der Schule<<

Die Geschichte der Hellweg-Schule!Bestrebungen zu einer höheren wissenschaftlichen Bildung des weiblichen Geschlechts gab es schon seit Jahrhunderten. In der Regel aber waren derartige Bemühungen nur für Frauen gesellschaftlich privilegierter Kreise gedacht.

1698 gründete August Hermann Francke die erste eigentliche höhere Mädchenschule Deutschlands, aber die Mädchenerziehung der besseren Gesellschaft blieb auch im 18. Jahrhundert insgesamt ohne eine gezielte Planung und vollständig privaten Bemühungen überlassen. Hierbei dominierte der Einfluss der französischer Bildung. In zahlreichen Instituten und Pensionaten wurden die Mädchen in der französischen Sprache unterrichtet. Daneben gehörten zu den Unterrichtsinhalten Tanzen, gesellschaftliche Umgangsformen, weibliche Handarbeiten und die Lektüre im wesentlichen französischer Literatur.

Wegen der offenkundigen Vernachlässigung weiterer allgemeiner Bildungsinhalte wurde in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts die Forderung nach regulären Schulen für die weibliche Jugend laut.

Bei der nun einsetzenden Diskussion über Erziehungsfragen formulierte Basedow unter dem Einfluss von Rousseaus "Emil" (1762), dass die ganze Bildung der Mädchen ihre Richtung erhalten müsse durch die Bestimmung für den Mann.

In der durch Basedows Einfluss ausgelösten Diskussion in den zahlreichen moralischen Wochenschriften und pädagogischen Zeitschriften war hinsichtlich des Zweckes der Mädchenbildung der gleiche Tenor zu hören: Die bis zum Jahre 1809 tatsächlich errichteten höheren Töchterschulen stimmten in ihrer Zielsetzung weitgehend darin überein, dass sie die Bestimmung der Frau "zur geschickten Haushälterin, würdigen Gattin und Freundin ihres Mannes und zur musterhaften Mutter und Erzieherin" zur Maxime machten.

Um nach damaligen Maßstäben selbständig denkende Hausfrauen und Mütter heranzubilden, wurden neben den Fächern Religion, Anthropologie, Diätetik, Erd- und Weltbetrachtung, Geschichte, Mythologie, praktische Logik, Sprechen, Lesen, Schreiben der deutschen und französischen Sprache, Rechnen, Zeichnen, Singen und Tanzen besonders die Bereiche Handarbeit, Warenkunde und Abfassung von Geschäftsbriefen betont.

 

 

 

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