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Die Geschichte der Hellweg-Schule:

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Zusammenfassend lässt sich anmerken, dass das gesamte schulische Leben - und dies betrifft nicht nur die Mädchenschule in Wattenscheid, sondern alle Schulen im Machtbereich der Nationalsozialisten - wie nie zuvor streng unter eine ideologisch-pädagogische Leitlinie gestellt wurde.
Abgesehen davon, dass das Ziel der weiblichen Bildung unverrückbar die kommende Mutter sein sollte, hatte die Schule die Erziehung der Jugend zum Dienst am Volkstum und am Staat im nationalsozialistischen Geist als oberste Aufgabe (Erlass des Reichsministers vom 18. Dezember 1933).

Im Sinne dieses Geistes musste das Individuum zugunsten einer immer straffer organisierten Gemeinschaft zurücktreten. Wie die Nationalsozialisten die Bedeutung des einzelnen in der Gemeinschaft einschätzten, kann man dem letzten Satz einer Hitlerrede, die sich mit dem erzieherischen Zweck der Massenorganisationen (Jungvolk, Hitlerjugend, Arbeitsfront, Arbeitsdienst usw.) beschäftigte, entnehmen. Er lautet: "Und sie (Anm. d. Verf.: die Knaben und Mädchen) werden nicht mehr frei."

>>Der zweite Weltkrieg<<

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges kamen weitere Belastungen auf die Schule zu. Direktor Otto musste zum Militär. Seine Position wurde von Studienrat Alfred Findeisen übernommen. Das Lehrerkollegium wurde in den Ferien zum Kriegshilfsdienst eingezogen. Die Kriegsereignisse machten selbst vor den Schülerinnen nicht halt. Mädchen über 14 Jahre mussten in den Sommerferien in der Industrie, in der Landwirtschaft und in kinderreichen Familien arbeiten. Schülerinnen, die nach dem Abitur studieren wollten, mussten vorher im Kriegshilfs- (KHD) und Reichsarbeitsdienst (RAD) tätig werden.

>>Evakuierung der Schule<<

Am 3. Mai 1941 wurden die unteren Klassen der Schule unter der Leitung von Frl. Smits nach Podluzany (Slowakei) evakuiert, wo sie auf einem Gutshof untergebracht waren. Diese Episode dauerte aber nur bis zum Oktober 1941. Im Oktober 1943 kam noch ein gravierender Einschnitt für die Schule: die Evakuierung nach Pommern. Wegen der zunehmenden Bombenangriffe auf das Ruhrgebiet war ein Verbleiben der Schule in Wattenscheid nicht länger möglich. Nach und nach wurde das gesamte Mobiliar der Schule mit Zügen nach Deutsch Krone transportiert. Da keiner absehen konnte, wie lange der Aufenthalt in Pommern dauern würde - die offizielle Propaganda sprach immer noch von einem siegreichen Krieg -, wurde auf dem gleichen Wege im Laufe der Monate der gesamte Hausstand der evakuierten Lehrkräfte nach Deutsch Krone gebracht.

 

 

 

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