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Die Geschichte der Hellweg-Schule:

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Auf Anweisung des Schulkollegiums und des Bauamtes wurde nämlich das Gebäude des Jungengymnasiums wegen Einsturzgefahr und Baufälligkeit endgültig geschlossen, der Bau eines neuen Gebäudes in Auftrag gegeben.
Das Mädchengymnasium musste nun für die nächsten drei Jahre das Jungengymnasium aufnehmen, und man konnte nur unter äußerst erschwerten Umstände arbeiten. 268 Schülerinnen und 449 Schüler wurden im Schuljahr 1957/58 im Schichtsystem unterrichtet, und das in einem Gebäude, das ursprünglich für 200 Schülerinnen geplant war.

Ganz ohne Unterrichtsausfall konnte die Situation nicht bewältigt werden. Die sechsten Stunden wurden um zehn Minuten gekürzt, die übrigen Stunden um fünf Minuten; jeden zweiten Samstag im Monat fiel für die Klassen 5-10 der Unterricht gänzlich aus, so dass man im Endeffekt auf ein Minus von 240 Stunden im Schuljahr kam.

Im Schuljahr 1957/58 drohte die Schule aus allen Nähten zu platzen: 280 Schülerinnen und 450 Schüler bevölkerten den ganzen Tag über das Schulgebäude. Zeichen-, Biologie-, Musik- und Handarbeitsräume mussten zu Klassenräumen umfunktioniert werden. Der Unterrichtsausfall nahm zu.
Im September 1957 ereilte die Schule gar eine kleine Katastrophe (wie die Schüler darauf reagierten, ist unbekannt): Der Unterricht wurde wegen einer (Grippeepidemie, die mehr als 50% aller Schülerinnen, Schüler und Lehrer ins Bett zwang, für eine Woche vollkommen eingestellt.
Am 14. Mai 1958 fand der Umzug des Jungengymnasiums in das neue Gebäude an der Saarlandstraße statt, so dass sich am Mädchengymnasium die Unterrichtssituation vorerst spürbar besserte.

>>Doppeljubiläum<<

Am 26. April 1958 feierte die Schule ein Doppeljubiläum und zwar 85jähriges Bestehen als Mädchenschule und 25jähriges Bestehen als Oberlyzeum. 

In einer Festrede betonte die Schulleiterin Dr. Peter besonders das Bestehen der Schule als Vollanstalt und umriß die erzieherische Aufgabe der Schule mit folgenden Worten:

"In erzieherischer Hinsicht steht es als Aufgabe vor uns, Menschen heranzubilden, die in Freude ihrer späteren Aufgabe als Frau entgegenwachsen ganz gleich ob in der Familie oder im Beruf. Wir brauchen Frauen, die Überblick haben, deren Charakteristikum Einsatzbereitschaft ist, d. h. die Bereitschaft des Helfenwollens in ihrer Umgebung.

 

 

 

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