Schüler
   

Aktuelles
   

Mehr Infos
   

Die Geschichte der Hellweg-Schule:

Fortsetzung: >>1873 Gründung der Schule<<

Erstes Schulgebäude in der Weststraße 13Die Befreiungskriege und die anschließende Reform der Städteverwaltungen brachten eine Weiterentwicklung des höheren Mädchenschulwesens. Die neue Selbständigkeit der Städte und die allmähliche Erholung von den Belastungen der Befreiungskriege führten zu zahlreichen Schulneugründungen, zumal die voraufgegangenen Kriege allgemein ins Bewusstsein gebracht hatten, wie wichtig die "große Sendung der Frau" sei. Die Frauen sollten am "wiedergeborenen Deutschland mitarbeiten.

Obwohl der Staat auf Schulordnung und Lehrpläne so gut wie keinen Einfluß nahm, glichen sich in den 20er und 30er Jahren die Schulen in ihrem Angebot. Die Handarbeit verlor allmählich an Bedeutung, die wissenschaftliche Ausbildung bekam stärkeres Gewicht, Deutsch- und Geschichtsunterricht wurden besonders forciert; seit 1870 war allgemein auch das Turnen eingeführt.

Mit zunehmender Bedeutung der Mädchenschulen wurde auch deren Ausstattung verbessert. Immer mehr qualifizierte Lehrer fanden sich, die fest angestellt an den neugegründeten Schulen arbeiteten.

Dem Manko der mangelnden Vereinheitlichung des höheren Mädchenschulwesens versuchte eine Versammlung von Direktoren und Lehrern höherer Mädchenschulen am 29. September 1872 in Weimar abzuhelfen. Hier einigte man sich in für die folgenden Jahre richtungsweisenden Beschlüssen auf einen einheitlichen Lehrplan, auf eine zehnjährige Schulzeit (vom 6. bis zum 16. Lebensjahr) und auf klare Anforderungen an das Lehrpersonal. Die Schulen sollten staatlicher Aufsicht unterstellt werden und durften die Bezeichnung "höhere Mädchenschule", die bis dahin eigentlich nur ein Hinweis auf die soziale Herkunft der Schülerinnen war, nur führen, wenn die staatlichen Auflagen erfüllt waren.

>>Gründerjahre<<

Die zunehmende Industrialisierung in der Mitte des Jahrhunderts führte zu einem Bevölkerungszuwachs im Gebiet zwischen Ruhr und Emscher, der wiederum eine Verbesserung der Infrastruktur zwingend notwendig machte. Der Schichtung der Bevölkerung entsprechend, entstand der Wunsch nach höheren Bildungseinrichtungen auch für Mädchen.

 

 

 

Übersicht