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Die Geschichte der Hellweg-Schule:

Fortsetzung: >>Gründerjahre<<

Das 1895 erbaute Schulgebäude an der VoedestrasseAm 4. Juni 1872 gründeten Wattenscheider katholische Bürger die "höhere Töchterschule". Zum Kuratorium gehörten die Herren Buschmann, Storp, Pentrop, Schulte-Kemna, Schulte-Grimberg, Dieckmann, Kämpgen, Stiepeldey, Fichtner und das stimmberechtigte Ehrenmitglied Pfarrer Theodor Menke.

Die Mitglieder verpflichteten sich zur Übernahme aller eventuell anstehenden Kosten. Am 26. Juni erhielten die Kuratoriumsmitglieder Eickenscheid, Schulte-Kemna und Fichtner die Generalvollmacht, alles zur Gründung der Schule Notwendige zu unternehmen. Von diesem Zeitpunkt an dauerte es bis zur Eröffnung der Schule nicht mehr lange. Am 3. Juni wurde Rendant Wegmann mit der Anleihe von 200 Reichstalern beauftragt. Gleichzeitig wurden vom Lohgerber Bomers vor der Hellepote (heute Weststraße 13) drei Zimmer (zwei Zimmer und ein Dachbodenzimmer) für zunächst drei Jahre für die Summe von 140 Talern jährlich angemietet.

>>Unterrichtsbeginn am 17. Juni 1873<<

Als Leiterin der Schule wurde Fräulein Elise Schröder aus Oer bei Recklinghausen verpflichtet. Sie erhielt neben freier Wohnung im Hause Bomers und freiem Brand für zunächst drei Jahre ein Jahressalär von 300 Talern nebst 10 Talern zur Reinigung der Schule. Am 17. Juni 1873 war es dann soweit. Die ,private Töchterschule" eröffnete mit zwei Klassen, in denen 24 evangelische und katholische Schülerinnen unterrichtet wurden.

Schon bald nach dem Einsetzen des Schulbetriebes machte die Expansion der Schule im Januar 1874 die Anmietung des gesamten östlichen Teils des Bomerschen Hauses notwendig. Wegen der höheren Schülerzahl (1874 waren es 34 Schülerinnen) wurde nicht nur das Gehalt der Leiterin am 20. Januar 1874 auf 425 Taler erhöht, gleichzeitig bewilligte ihr das Kuratorium eine Gratifikation per anno sowie die Einrichtung einer Hilfslehrerinnenstelle mit einem Jahresgehalt von 300 Talern.

 

 

 

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