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Fortsetzung: >>Unterrichtsbeginn am
17. Juni 1873<<
Während
der Schulbetrieb bereits lief, erteilte die Königliche
Regierung in Arnsberg Fräulein Schröder am 31 . Oktober
1874 die Genehmigung zur Leitung der Schule. Die Anfang 1874
eingestellte Hilfslehrerin C. Niedendorf aus Sand wurde am
25. September 1875 in ihrem Amt bestätigt, daneben
verfügte die Regierung die Angleichung der Ferien der
"höheren Töchterschule" an die der höheren
Stadtschule. Schon im August 1875 wurde das Gehalt der
Hilfslehrerin auf 350 Taler erhöht, außerdem erhielt sie
für 90 Taler eine Wohnung im Nebenhaus der Schule.
>>1895
Städtische höhere Mädchenschule<<
Die ständig wachsende
Zahl der Schülerinnen, im Schuljahr 1894 waren es in zwei
Klassen 66, zwang die Stadtväter, nach einer Lösung des
Raumproblems zu suchen. Am 23.April beschloss die
Stadtversammlung, ein Grundstück an der Voedestraße zu
erwerben, um dort einen Schulneubau zu errichten. Die Pläne
sahen im Erdgeschoss drei Klassenzimmer, ein größeres
Gemeinschaftszimmer, einen Garderobenraum und ein
Dienstzimmer vor, während das Obergeschoss eine Wohnung der
Schulvorsteherin und eine der Hilfslehrerin beherbergen
sollte. Nach nur halbjähriger Bauzeit wurde das neue
Gebäude - Kostenpunkt 32 206 Mark - am 1. November 1894 von
der Töchterschule bezogen. Nun konnten 68 Schülerinnen in
drei Klassen unterrichtet werden.
Mit dem Beschluss, einen Neubau zu
errichten, begann gleichzeitig ein neuer Abschnitt der
Schulgeschichte. Die bisher privat von Frl. Schröder
geführte und vom Kuratorium unterstützte Schule wurde per
Beschluss zum 1. April 1895 unter städtische Trägerschaft
gestellt.
Die volle Bedeutung der Übernahme der
Töchterschule in städtische Regie wird erst dann deutlich,
wenn man sich vergegenwärtigt, dass noch zehn Jahre vorher
in der Stadt erbittert gegen eine schon bestehende
Simultan-Stadtschule für Jungen argumentiert wurde. |