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Die Geschichte der Hellweg-Schule:

Fortsetzung: >>1895 Städtische Mädchenschule<<

In einer Denkschrift rechnete man minuziös vor, dass die Stadt Wattenscheid bei einer halben Million Mark Schulden jeden Schüler jährlich mit 880 Mark subventionieren müsse (ein Arbeiter verdiente damals im Monat 90 Mark), wobei die Gesamtsumme (29000 Mark) im Endeffekt von nur 549 steuerpflichtigen Bürgern getragen werde. Dass der Wunsch auf Übernahme in städtische Regie, den schon im Jahre 1883 der Bürgermeister Pokorny beim Landrat von Bochum geäußert hatte, zwölf Jahre später bei unveränderter finanzieller Lage trotzdem erfüllt wurde, lag wohl in erster Linie daran, dass die Leistung der Schule von der Aufsichtsbehörde als sehr zufriedenstellend bezeichnet wurde. Gleichzeitig öffnete das von 90 Mark auf 60 Mark heruntergesetzte Schulgeld die Türen der Schule auch für Kinder finanziell schwächerer Bürger, so dass die Schule auch an den steigenden Schülerzahlen ihren Erfolg nachweisen konnte.
In einer Denkschrift rechnete man minuziös vor, dass die Stadt Wattenscheid bei einer halben Million Mark Schulden jeden Schüler jährlich mit 880 Mark subventionieren müsse (ein Arbeiter verdiente damals im Monat 90 Mark), wobei die Gesamtsumme (29000 Mark) im Endeffekt von nur 549 steuerpflichtigen Bürgern getragen werde. Dass der Wunsch auf Übernahme in städtische Regie, den schon im Jahre 1883 der Bürgermeister Pokorny beim Landrat von Bochum geäußert hatte, zwölf Jahre später bei unveränderter finanzieller Lage trotzdem erfüllt wurde, lag wohl in erster Linie daran, dass die Leistung der Schule von der Aufsichtsbehörde als sehr zufriedenstellend bezeichnet wurde. Gleichzeitig öffnete das von 90 Mark auf 60 Mark heruntergesetzte Schulgeld die Türen der Schule auch für Kinder finanziell schwächerer Bürger, so dass die Schule auch an den steigenden Schülerzahlen ihren Erfolg nachweisen konnte.

>>Lehrpläne<<

Die Lehrpläne sahen zu dieser Zeit den Unterricht in den Fächern Religion, Deutsch, französische und englische Sprache, Erdkunde, Geschichte, Literatur, Naturkunde (heute Physik, Biologie, Chemie), Naturgeschichte, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Singen. weibliche Handarbeit und Turnen vor. Der Unterricht in diesen Fächern wurde dem Zweck der Anstalt untergeordnet, "die religiöse, sittliche, wissenschaftliche und technische Ausbildung der ihr anvertrauten Mädchen" zu fördern.
Die Reihenfolge der hier genannten Ziele ist als Ergebnis einer im Gründungsjahr der Schule einsetzenden Neuorientierung in der Frage der Mädchen- und Frauenbildung zu sehen.

Die schon im Einleitungskapitel dargelegte Orientierung der Mädchenbildung an sittlich-religiösen Prinzipien hatte nämlich bis dahin zu manchmal grotesken Erziehungszielen geführt. So findet man zu dieser Zeit z. B. Forderungen, das Mädchen solle dahin erzogen werden, starke Geräusche beim Niesen, Husten und Lachen zu vermeiden, ferner solle es mit Anmut gehen, sitzen und dgl.

 

 

 

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