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Das Schulprogramm der Hellweg-Schule:

III: Fachübergreifende und fächerverbindende Angebote für
Unterricht


1. Medienerziehung
Ohne Medienkompetenz keine Sozialkompetenz! Jugendliche sind heute mit zahlreichen neuen, z.T. diffus wirkenden Medien konfrontiert, die oft für die berufliche Zukunft, aber auch für die eigene Identitätsfindung bedeutsam sind. Die Hellweg-Schule reagiert darauf, indem sie der Beschäftigung mit traditionellen Medien ein breites Angebot an Arbeit mit neuen Medien an die Seite stellt. Vor allem in den gesellschaftswissenschaftlichen, sprachlichen und künstlerisch-musikalisch-literarischen Fächern findet neben analytischem Unterricht auch aktive Medienarbeit statt, die die neuen Medien auch im eigenen Tun nahe bringen soll. Insbesondere im Fach Literatur der Stufe 12 wird schon lange erfolgreich eine medienpraktische Videowerkstatt betrieben. Für alle diese unterrichtlichen (und außerunterrichtlichen) Bemühungen ist die Hellweg-Schule durch eine großzügige Ausstattung in Video- und Computertechnik (einschließlich Internet) und durch eine breite personale Fortbildung des Lehrerkollegiums gut gerüstet. So ist auch in Zukunft eine herausragende, zeitgemäße Förderung der Medienkompetenz aller Schülerinnen und Schüler gewährleistet.

1.1 Die Medienarbeit in den einzelnen Fächern

a) Zielsetzung:

Übersichten der fächerspezifisch zu erbringenden Beiträge zur Medienerziehung und des sich für die Zukunft daraus ergebenden Bedarfs jeweils in Bezug auf die "neuen Medien" (Video, Internet, Computer, Audio)

b) Momentane Schwerpunkte der Medienerziehung [in den Stufen]
 
Fach Audio CD-ROM Computer Internet Video  
Biologie
Chemie
Physik
Erdkunde
Religion
[5-13] [5-13] [5-13] [5-13]
(aktiv, passiv)
Sport         (aktiv-passiv)
[5- 13]
auch: Außenwirkung durch Skifahrt-Video
 
Englisch
Französisch
Videosequenzen
(analytisch)
[10-13]
(auch in Klausuren)
Politik/
Sozial-
wissenschaften
        Radio/TV
(analytisch)
[6, 9/10]
 
Informatik [9/10, 11-13]
Geschichte         Bild- und Filmanalysen
[11-13]
 
Deutsch (aktiv) [5 - 7] IKG [7, ggf. 5] [10 -13, ggf. ab 6]
Kunst     (aktiv, [ab 7]   (analytisch, aktiv)
[9 -10]
 
Musik (aktiv) [8 -13, ggf. 6] (aktiv) [8 -13, ggf. 6] (aktiv) [8 -13, ggf. 6]
Literatur         (aktiv und analytisch) [12]  
Mathematik [11- 13]
Erläuterungen zur Begrifflichkeit:
passiv: das Medium wird nur als Informationsmittel eingesetzt
aktiv: mit dem Medium wird gestaltend gearbeitet; es werden Produkte erstellt  
analytisch: das Medium wird als Unterrichtsgegenstand untersucht (auf seine Eigenarten, Wirkung usw.)
Audio: Im Gegensatz zu Video nur der Hörbereich (aktiv z.B.: Interview mit dem Kassettenrekorder, Hörspiele)  
IKG Informations- und Kommunikationstechnologische Grundbildung für die Sek I (Richtlinien von 1990)
c) Was brauchen wir dafür fächerübergreifend auf didaktischer Ebene?
Welche GRUNDLAGEN werden wann von welchem Fachunterricht bereitgestellt?
Worauf können also andere Fächer aufbauen?
Medienarbeit
Stufe
Beginn der Computerarbeit aktive Computerarbeit Beginn der Video- und TV-Arbeit aktive Videoarbeit Filmanalyse  
vielleicht schon in 5 Deutsch
in 6 Politik   Politik   Deutsch
in 7/8 Deutsch Musik/Kunst
in 9/10   Wahlpflichtkurs
Mathematik/In-
formatik
Wahlpflichtkurs
Politik/Sozial-
wissenschaften
Wahlpflichtkurs
Politik/Sozial-
wissenschaften
Deutsch
Kunst
Englisch
Geschichte
in 12/13 Literatur Literatur
Englisch
Deutsch
Geschichte
 

d) materielle, organisatorische und personelle Voraussetzungen:

Bisher an der Hellweg-Schule vorhanden:

- 3 Medienräume mit insgesamt 40 Internetzugängen und Multimedia PC
- Mobile AV-Einheiten in jeder Etage des Klassentraktes und in den Fachräumen
- Internetzugang in der Lehrerbibliothek und in den einzelnen Fachbereichen
- Selbstlernzentrum für die Schülerinnen und Schüler mit Internetanschluss und eigenen e-mail-Adresse.

e) Medienkonzept (in Fortschreibung)

1. Zur Unterrichtsentwicklung:
(Vgl. Schulprogramm III.1, insbesondere 1.1b).

Bis 2007 haben wir noch Gelegenheit, am SelGO-Projekt teilzunehmen, um mit den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit Formen des e-learnings einzuüben. Andere Lernplattformen des Internet (z.B. „moodle“) ergänzen und erweitern diese Möglichkeiten.

Seit Januar 2004 verfügen wir über ein gut funktionierendes Selbstlernzentrum (SLZ). Dort wird – durch eine kontinuierliche Aufsicht garantiert – SchülerInnen der Sek II, insbesondere der Stufe 11 (SelGO), aber auch der Sek. I an 9 Computer-/Internet-Arbeitsplätzen und durch eine aktuelle, schülerorientierte Fachbibliothek schultäglich von 8 bis 16 Uhr Gelegenheit zum (angeleiteten) Selbstlernen gegeben. Außerdem befindet sich für die aktive Videoarbeit dort ein digitaler Schnittplatz.

Mit dem SLZ wollen wir auf aktuelle Anforderungen nach eigenverantwortlichen und  individualisierten Lernprozessen in fast allen Fächern wie auch auf entsprechende didaktische Überlegungen eine für unsere Schule angemessene Antwort geben. Für Projektarbeit, für individuelle differenzierte Lernvorgänge (z.B. im Rahmen von SelGO), für Facharbeiten u. a. entsteht unter Mitwirkung der Fachkonferenzen ein geeignetes Konzept und Instrumentarium, die sich an der Praxis und ihrer Evaluation orientieren sollen. (Deshalb wird auch das Konzept zum SLZ erst im Lauf seiner Verwirklichung niedergeschrieben werden.)

  2. Zur Organisationsentwicklung:

Die Medienerziehung spielt an unserer Schule schon länger im Kollegium sowie in der Schulkonferenz eine größere Rolle. Der Ertrag der koordinierenden Bemühungen wurde  im Schulprogramm festgehalten (s. dort III.1.).

Der Koordinator, die Aufsichtspersonen und interessierte Schülerinnen und Schüler reflektieren in regelmäßigen Abständen die Funktion, Organisation und Arbeit des SLZ und berichten darüber in den Gremien.

Eine Arbeitsgruppe aus dem Bereich Informatik hat eine Internet Nutzungsordnung erarbeitet, die eine ordentliche und rechtlich einwandfreie Benutzung der Computerarbeitsplätze garantieren soll und deshalb von allen SchülerInnen bzw. deren Eltern unterschrieben werden soll.

  3. Zur Personalentwicklung:

In schulinternen Veranstaltungen wurden und werden die KollegInnen in Computer- und Internetanwendungen, in Videoarbeit und im Umgang mit der Lernplattform und den Inhalten von SelGO möglichst praxisnah fortgebildet. Dabei handelt es sich um kursartige Angebote (z.B. „Intel“), schwerpunktartige Tagesveranstaltungen (die Angebote der Verlage für die vier SelGO-Fächer) oder um einzelne thematische Fortbildungen (Übungen zur Lernplattform). Z.T. finden Fortbildungen gemeinsam mit Eltern und SchülerInnen statt. Besuche bei anderen Modellschulen sollen möglichst praxisorientierte Einblicke ergeben.

  4. Zur Ausstattungsplanung:

Entsprechend den o.g. Schwerpunkten und in Fortschreibung des Schulprogramms (unter III.1 besonders 1.1.d) ist die ständige Aktualisierung der Ausstattung  des SLZ  in R 008 Thema der nächsten Jahre.

Außerdem muss der technische Standard von Hard- und Software der Computerräume 257, 258 und 357 sowie der der Fachräume den Erfordernissen der Computer- und Internetarbeit in Relation zu den berechtigten Ansprüchen der SchülerInnen an eine medienpädagogisch engagierte Schule angepasst werden.

In den Computerräumen befinden sich auf verschiedenen PC Software für den digitalen Videoschnitt. Auf allen Etagen gibt es DVD-Player. Die Klassen 5 und 6 verfügen über eigene CD-Player. Die OHP sind z.T. erneuert.

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